Die Gewinner und Verlierer

Die Gewinner im 5-Jahres-Vergleich

Medien und Sport boomen

Von je 100 Befragten nennen als regelmäßige Freizeitaktivitäten (mindestens einmal pro Woche):

 Veränderung 2011 zu 2016 in Prozent
Internet nutzen56 
Musik hören31 
Fitnessstudio besuchen26 
Fahrrad fahren17 
Sport treiben16 
Telefonieren (von unterwegs)16 
Sich in Ruhe pflegen13 
Computer6 
Jogging/Nordic Walking u.ä.4 
Etwas für die eigene Gesundheit tun4 

Die Verlierer im 5-Jahres-Vergleich

Erholung und soziale Kontakte werden seltener

Von je 100 Befragten nennen als regelmäßige Freizeitaktivitäten (mindestens einmal pro Woche):

 Veränderung 2011 zu 2016 in Prozent
Freunde/Bekannte zu Hause treffen-33 
Etwas mit Freunden unternehmen-28 
Mit Enkeln/Großeltern treffen-27 
Mit Kindern spielen-20 
Mit Nachbarn treffen/plaudern-14 
Kaffeetrinken/Kuchen essen-14 
Erotik/Sex-10 
Mittagsschlaf-10 
Buch lesen-10 
Zeitungen/Zeitschriften lesen-8 

Freizeitaktivitäten im Jahresvergleich:
Medien und Sport boomen – Zeit für Kontakte nimmt ab

1996 hatten nicht einmal zwei Prozent der Bundesbürger einen privaten Internet­anschluss. 2011 war bereits fast jeder zweite Deutsche online. Gegenwärtig sind es mehr als drei Viertel, die regelmäßig im Netz surfen. Im 5-Jahres-Vergleich ist das Internet damit der eindeutige Gewinner – und ein Ende des Booms wird wohl erst bei einer (annähernden) Vollversorgung erreicht werden. Im Jahresvergleich zu 2011 zeigt sich zudem, wie stark auch andere mediale Freizeitaktivitäten – von Musik hören bis zur Handy- und Computernutzung – zulegen konnten. Aber auch sportliche Aktivitäten werden deutlich häufiger ausgeübt. Ob allein oder in der Gemeinschaft, im Fitnessstudio oder der Natur: viele Bürger wollen sich und ihrem Körper etwas Gutes tun.

Immer weniger Zeit investieren die Bundesbürger dagegen in ihre Verwandten und Bekannten. Allein die gemeinsame Zeit mit Freunden ist hierbei in den letzten fünf Jahren um ein Drittel zurückgegangen. Aber auch für die Familie und für Intimitäten mit dem Partner wird sich immer weniger Zeit genommen. Zudem wird im Vergleich zu 2011 weniger gelesen, egal ob in einem Buch, einer Zeitung oder Zeitschrift.

Ulrich Reinhardt: „Viele Bürger würden gern häufiger in Ruhe auf dem Sofa lesen, sich mit Freunden treffen oder mehr Zeit für die Familie haben. Jedoch sind sie zunehmend Getriebene in ihrer eigenen Freizeit, wollen sie doch alles erleben und nichts verpassen. In Zukunft muss daher auch die Frage gestellt werden, ob Freizeit nur eine freie Zeit für oder nicht auch eine freie Zeit von etwas sein sollte.“