Aktivitäten im Jahresvergleich: Immer weniger Zeit für Freunde, dafür mehr Zeit für Sport

Die Möglichkeiten, seine Freizeit zu gestalten, haben sich in den vergangenen Jahrzehnten um ein Vielfaches erhöht. Diese Auswahlmöglichkeiten sind auf der einen Seite ein Fortschritt und eine Bereicherung, auf der anderen Seite kann das Überangebot aber auch zu Stress und Oberflächlichkeit führen. In der Konsequenz werden zunehmend mehr Aktivitäten miteinander kombiniert (z.B. TV, Haushalt, Essen, Telefonieren) oder zeitlich reduziert (z.B. Anstelle eines persönlichen Treffens Kontakt per Skype oder Telefon). 

Zu den Verlierern zählen – entgegen der eigentlichen Wünsche – die zwischenmenschlichen Kontakte. Freunde treffen, Bekannte zu sich nach Hause einladen, Zeit mit den Enkeln, Kindern oder Großeltern verbringen oder einen Plausch mit den Nachbarn halten: all dies hat in den letzten fünf Jahren abgenommen. Lediglich die „Zeit mit dem Partner“ konnte einen leichten Zuwachs verzeichnen.

Im Gegensatz dazu treiben mehr Bundesbürger regelmäßig Sport, und dieser Trend wird sich auch in den nächsten Jahren noch weiter fortsetzen. 

Als Grund hierfür sieht der Wissenschaftliche Leiter, Professor Dr. Ulrich Reinhardt, die Optimierung der Freizeit: „Sport machen hat an Popularität gewonnen. Ebenso verhält es sich bei kulturellen Aktivitäten. Allgemein kann man in der Gesellschaft einen Trend zur Optimierung von Körper und Geist beobachten. Persönliche Kontakte werden dadurch aber nicht verschwinden, finden jedoch, zugunsten der eigenen Optimierung weniger regelmäßig statt.“

Regenerative Freizeitaktivitäten im 5-Jahres-Vergleich

Kaum Veränderungen im Vergleich zu 2013

Von je 100 Befragten nennen als regelmäßige Freizeitaktivität (mindestens einmal pro Woche):

 Veränderung 2013 zu 2018 in Prozent
Ausschlafen5 
Sich in Ruhe pflegen0 
Wellnessangebote nutzen0 
Seinen Gedanken nachgehen-1 
Faulenzen/Nichtstun-2