Freizeitwünsche der Bundesbürger: 
Erlebnis, Erholung und Zweisamkeit

Die Kluft zwischen den Wünschen für die Freizeit und den tatsächlichen Aktivitäten ist groß. Im Vergleich mit den häufigsten Freizeitaktivitäten zeigt sich deutlich, dass das gegenwärtige Freizeitverhalten kaum den Freizeitwünschen entspricht.

So nennen die Bundesbürger auf die Frage, welche Freizeitaktivitäten sie gerne häufiger ausüben möchten, nur sehr selten mediale Beschäftigungen wie Fernsehen oder im Internet surfen. Dagegen wünschen sich die Deutschen mehr Spontanität, mehr Ausflüge sowie mehr Zeit für Freunde und Zweisamkeit.

Aber auch das Bedürfnis nach Erholung ist stark ausgeprägt: So möchte die Mehrheit gerne häufiger ausschlafen oder einfach mal nichtstun.

Von mehr Spontanität zu mehr Sex

Was in der Freizeit zu kurz kommt

Von je 100 Befragten würden in ihrer Freizeit gerne häufiger folgenden Aktivitäten nachgehen:

  
Spontan das, wozu man gerade Lust hat63
Ausschlafen61
Wochenendfahrt mit Übernachtung55
Faulenzen/Nichtstun52
Tagesausflug machen52
Essen gehen, Restaurantbesuch52
Außerhaus etwas mit Freunden machen50
Baden/Schwimmen gehen48
Zeit mit dem Partner verbringen46
Erotik/Sex45

Reinhardt: „Je komplexer, verplanter undtransparenter das eigene Leben wird, desto mehr steigt das Bedürfnis nach den einfachen Dingen. So wie in der Kindheit möchte man die Freiheit haben, der eigenen Intuition folgen zu können – egal ob dies nun die Lust auf ein Treffen, eine Unternehmung oder einfach chillen ist. Doch zwischen Wunsch und Wirklichkeit liegen zunehmend Welten – während soziale und regenerative Aktivitäten im Zeitgleich weiter abnehmen, steigt der Medienkonsum kontinuierlich.“