Freizeit in Coronazeiten: Privat. Pragmatisch. Produktiv

Abstandsregeln und Einlasskontrollen im Supermarkt, weniger Tische und Speisen in Restaurants, dazu noch Unsicherheit und Bequemlichkeit – all dies hat dazu geführt, dass zahlreiche Bundesbürger ihr Essen online bestellen (37%) und ihre Lebensmittel im Internet ordern (18%). Aber nicht nur in puncto Essen, auch in der individuellen Freizeitgestaltung der Bundesbürger werden die Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich: 

  • Autokinos waren viele Jahre lang nur etwas für Nostalgiker und Cineasten, doch dank Corona erfreut sich diese Freizeitaktivität – gerade im Sommer – einer neuen Beliebtheit (5%). Entsprechend werden Marktplätze, Parks und Sportstadien umfunktioniert und zeigen klassische wie auch neue Filme.
  • Endlich einmal die Mona Lisa im Louvre sehen, durch das Guggenheim Museum in New York schlendern, einem Konzert in der Elbphilharmonie lauschen oder aus der ersten Reihe die Rolling Stones spielen sehen. All das ist möglich – zumindest virtuell. Fast jeder zehnte Bundesbürger (9%) kann sich aktuell für den „Besuch“ von virtuellen Events begeistern.
  • Sei es eine neue Sprache, eine Sportart oder eine handwerkliche Fertigkeit – knapp jeder vierte Deutsche (23%) lernte in den vergangenen Monaten eine neue Fähigkeit.
  • Viele Bürger haben die Zeit genutzt, um ein altes Hobby wiederzuentdecken (24%), das eigene Heim zu verschönern bzw. gleich zu renovieren (25%) oder sich neuen Do-it-Yourself Projekten zu widmen (39%). Entsprechend boomt der Heimwerkermarkt.
  • Wer sich nicht persönlich treffen kann oder will, weicht auf die digitalen Möglichkeiten aus. Ob Zoom, Teams, Skype oder ein anderes Programm: Videotelefonie ist zu einer praktikablen Alternative geworden (41%). So verlegen nicht nur viele Firmen ihre Meetings und Sitzungen in den virtuellen Raum, auch der familiäre Austausch und der Kontakt zu Freunden findet oftmals auf diesem Wege statt.
  • Egal ob der Besuch im Fitnessstudio, Mannschafts- oder Hallensport – auf viele sportliche Aktivitäten mussten die Bundesbürger in den vergangenen Monaten verzichten. Um trotzdem fit zu bleiben und die Corona-Kilos nicht überhand werden zu lassen, sind zwei von fünf Bürgern (41%) zu Hause sportlich aktiv. Dies kann das Workout vor dem Fernseher, die virtuelle Yogastunde oder das Laufband im Arbeitszimmer sein.
  • Rund jeder zweite Bundesbürger (50%) widmete sich lange aufgeschobenen (unliebsamen) Aufgaben – von der Steuererklärung über die persönliche Ablage bis hin zur Durchsicht der Versicherungen. Zahlreiche Deutsche nutzen die Einschränkungen zudem, um endlich einmal auszumisten oder gründlich aufzuräumen. Entsprechend verzeichnen eBay Kleinanzeigen, Kleiderkreisel und ähnliche Anbieter teils zweistellige Zuwachsraten.
  • Immer weniger traditionell, immer mehr on demand – so lässt sich das Fernsehverhalten der Bundesbürger zusammenfassen. Was bereits vor der Pandemie bei der jungen Generation weitestgehend selbstverständlich war, hat jetzt auch weite Teile der übrigen Bevölkerung erreicht. Fast drei von fünf Bürgern (58%) nutzen regelmäßig die Angebote von Netflix, Sky, Amazon Prime oder ähnlichen Anbietern.

Freizeit in Coronazeiten

Privat. Pragmatisch. Produktiv.

Von je 100 Befragten geben an, mindestens einmal im Monat folgende Freizeitaktivität auszuüben:

  
Serien und Filme streamen58
Aufgeschobene Dinge erledigen50
Sport daheim betreiben41
Videoanrufe tätigen41
Heimwerken / Do-it-yourself39
Eigenheim verschönern / renovieren25
Altes Hobby wieder für sich entdecken24
Etwas Neues lernen23
An einem virtuellen Event teilnehmen9
Ins Autokino / Autokonzert fahren5