Zehn verschiedene Aktivitäten pro Tag: Mehr tun in gleicher Zeit

Jeder Bundesbürger geht pro Tag durchschnittlich zehn unterschiedlichen Freizeitbeschäftigungen nach. Im 5-Jahresvergleich ist dies eine Zunahme um zwei Aktivitäten (2015: 8). Würde man die durchschnittliche Freizeit pro Tag zu Grunde legen, bliebe für jede Aktivität nicht einmal eine halbe Stunde. Allerdings üben die Bundesbürger viele Aktivitäten parallel und nicht nacheinander aus.

So wird z.B. während des Fernsehens zu Abend gegessen, im Internet gesurft, telefoniert, gebügelt oder sich unterhalten. Trotz dieser Parallelnutzung dauert kaum eine Aktivität noch länger als zwei Stunden – spätestens dann wollen die meisten etwas anderes machen.

Die immer weiter steigende Anzahl von Freizeitbeschäftigungen stößt hierbei allerdings zunehmend an zeitliche Grenzen. Zwei mögliche Auswege bieten sich an: Entweder arbeiten die Bürger – dank der Digitalisierung – in Zukunft weniger und haben mehr freie Zeit zur Verfügung oder sie reduzieren die Anzahl ihrer Aktivitäten.

Passiert beides nicht, wird der Stress weiter zunehmen. Dann verliert die Freizeit nicht nur ihre Faszination, sondern auch ihre Funktion der Regeneration von und für die Arbeit, des Kontrastes zur Alltagsroutine oder schlichtweg des Spaßhabens.