Freizeitaktivität „Sich in der Natur aufhalten“: In Zukunft gern noch öfter

Zunehmend mehr Bundesbürger suchen einen Ausgleich zum vielen Zu-Hause-Sitzen und halten sich in der Natur auf. Ob auf Spaziergängen, beim Joggen, Radfahren oder Wandern, ob unter der Woche, am Wochenende oder im Urlaub, ob im Wald, am Wasser oder im eigenen Garten: Der Wunsch nach mehr Naturbezug in der Freizeit ist von zentraler Bedeutung für viele Bundesbürger.

Mehr als jeder zweite Bürger gibt an, sich regelmäßig – wenigstens einmal die Woche – in der Natur aufzuhalten. Innerhalb der Bevölkerung sind es vor allem Frauen, Landbewohner, Paare und formal Höhergebildete, die sich Zeit für diese Aktivität nehmen.

Im Ranking liegt der Spaßfaktor von „Sich in der Natur aufhalten“ sogar auf Platz drei. Und auch bei der Frage, welche Aktivität die Bürger in Zukunft gerne häufiger ausüben möchten, landet diese Beschäftigung weit vorne.

Die Gründe für die Natursehnsucht sind vielschichtig und reichen u.a. vom Wunsch nach Entschleunigung über die Suche nach Schönheit oder Abenteuern bis hin zu einem noch stärkeren Bewusstsein über die Natur durch öffentliche Diskussionen.

„Je stärker technische Entwicklungen den Alltag prägen, desto größer ist der Wunsch nach einem natürlichen Kontrast. Dieser Spagat zwischen Technik auf der einen und Natur auf der anderen Seite wird auch in Zukunft einen großen Einfluss auf unser Freizeitverhalten haben.“, ist sich Prof. Ulrich Reinhardt sicher.

In der Natur aufhalten

Mehr als jeder Zweite wenigstens einmal pro Woche in der Natur

Von je 100 Befragten halten sich so häufig in der Natur auf:

  
Täglich17
Mehrmals die Woche25
Wenigstens einmal die Woche12
Mehrmals im Monat21
Wenigstens einmal pro Monat6
Mehrmals im Jahr10
Seltener9

In der Natur aufhalten

Von je 100 Befragten halten sich wenigstens einmal pro Woche in der Natur auf:

  
Alle Befragten54
  
Frauen59
Männer50
  
Unter 34 Jahre55
35-54 Jahre52
Über 55 Jahre57
  
Land65
Großstadt43
  
Verheiratet59
Ledig49
  
Höher gebildet59
Geringer gebildet49

Drei von vier Bürgern zu Einschränkungen bereit

Von je 100 Befragten stimmen folgender Aussage zu:

 Möchte meine Freiheit und Unabhängigkeit behalten und das Leben genießen,
auch wenn dadurch die Umwelt nachhaltig beeinträchtigt wird
Bin bereit, Einschränkungen in meinen Konsum- und Lebensgewohnheiten
hinzunehmen, wenn dadurch Natur und Umwelt dauerhaft erhalten bleiben
20182971
20212773
   
Junge Erwachsene (18-24 Jahre)2377
Singles (25-49 Jahre)3268
Paare (25-49 Jahre)3070
Familien (25-49 Jahre)2674
Jungesenioren (50-64 Jahre)3565
Ruheständler (+65 Jahre)1783