Freizeitverhalten nach Alter

Freizeit-Monitor 2022

20. September 2022

Junge Deutsche empfinden – mit Abstand – am meisten Stress

Von je 100 Befragten sagen, dass sie sich bei den genannten Freizeitsituationen gestresst fühlen:

Gesamtbevölkerung Unterschied in PP Medienkonsum von anderen 34 +20 Nicht genügend Zeit zum Ausschlafen 50 +15 Medialer Druck (z.B. Aussehen, Verhalten) 26 +15 Nicht genügend Zeit für sich und andere 51 +14 Verpflichtungen gegenüber anderen 42 +13 Ständige Erreichbarkeit 41 +12 Entscheidungsdruck durch Überangebot 18 +12 Gefühl mit anderen mithalten zu müssen 18 +11 Zu hohe Geldausgaben 49 +11 Geschenkeinkäufe 35 +10 Störungen von anderen 57 +6 Eigene Lebensplanung 34 +5 Rücksichtnahme auf andere 35 +5
Daten als Tabelle
Junge Deutsche empfinden – mit Abstand – am meisten Stress — Von je 100 Befragten sagen, dass sie sich bei den genannten Freizeitsituationen gestresst fühlen:
Unterschied in PPGesamtbevölkerung18-34 Jahre
Medienkonsum von anderen203454
Nicht genügend Zeit zum Ausschlafen155065
Medialer Druck (z.B. Aussehen, Verhalten)152641
Nicht genügend Zeit für sich und andere145165
Verpflichtungen gegenüber anderen134255
Ständige Erreichbarkeit124153
Entscheidungsdruck durch Überangebot121830
Gefühl mit anderen mithalten zu müssen111829
Zu hohe Geldausgaben114960
Geschenkeinkäufe103545
Störungen von anderen65763
Eigene Lebensplanung53439
Rücksichtnahme auf andere53540
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Nirgends zeigen sich die Unterschiede beim empfundenen Freizeitstress deutlicher als beim Alter. In 13 von 20 Situationen fühlen sich unter 35-Jährige überdurchschnittlich gestresst. Die größten Abweichungen zeigen sich im Bereich der Mediennutzung von anderen. Mehr als jeden zweiten jungen Bürger stresst es, wenn Freunde und Verwandte online sind, das Smartphone nutzen oder auch nur Musik hören. Damit bemängeln sie das, was sie selbst sehr intensiv leben. Gleichzeitig zeigt sich aber auch die Abhängigkeit der jungen Generation von den Medien – sie wollen sie eigentlich weniger nutzen, schaffen es aber nicht.

Die Konsequenzen des eigenen Verhaltens stresst sie ebenfalls und sie beklagen sich über zu wenig Zeit zum Ausschlafen, für sich und andere. Einher geht hiermit zudem auch der Stress der ständigen Erreichbarkeit. Zwei von fünf jungen Deutschen stresst zudem auch der Druck medialen Idealen entsprechen zu müssen, sei es z.B. beim Aussehen, der Kleidung oder dem eigenen Verhalten.

Insgesamt geben die Zahlen Anlass zur Sorge, da auch im Jahresvergleich gerade das Stressempfinden der jungen Generation deutlich zugenommen hat.

Ältere Deutsche empfinden am wenigsten Stress

Von je 100 Befragten sagen, dass sie sich bei den genannten Freizeitsituationen gestresst fühlen:

Gesamtbevölkerung Unterschied in PP Stau, viel Verkehr 58 +5 Zeit mit Menschen, die man nicht mag 56 +6 Eigene Lebensplanung 34 +6 Geschenkeinkäufe 35 +7 Gefühl mit anderen mithalten zu müssen 18 +7 Störungen von anderen 57 +8 Entscheidungsdruck durch Überangebot 18 +8 Rücksichtnahme auf andere 35 +9 Zu hohe Geldausgaben 49 +9 Medialer Druck (z.B. Aussehen, Verhalten) 26 +10 Ständige Erreichbarkeit 41 +11 Verpflichtungen gegenüber anderen 42 +14 Medienkonsum von anderen 34 +15 Nicht genügend Zeit für sich und andere 51 +16 Nicht genügend Zeit zum Ausschlafen 50 +19
Daten als Tabelle
Ältere Deutsche empfinden am wenigsten Stress — Von je 100 Befragten sagen, dass sie sich bei den genannten Freizeitsituationen gestresst fühlen:
Unterschied in PPGesamtbevölkerung55+ Jahre
Stau, viel Verkehr55853
Zeit mit Menschen, die man nicht mag65650
Eigene Lebensplanung63428
Geschenkeinkäufe73528
Gefühl mit anderen mithalten zu müssen71811
Störungen von anderen85749
Entscheidungsdruck durch Überangebot81810
Rücksichtnahme auf andere93526
Zu hohe Geldausgaben94940
Medialer Druck (z.B. Aussehen, Verhalten)102616
Ständige Erreichbarkeit114130
Verpflichtungen gegenüber anderen144228
Medienkonsum von anderen153419
Nicht genügend Zeit für sich und andere165135
Nicht genügend Zeit zum Ausschlafen195031
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Im Gegensatz zu anderen Altersgruppen lassen sich die über 55-Jährigen deutlich weniger stressen. In keinem einzigen möglichen Stressbereich liegen sie deutlich vorne. Manche Stressfaktoren wie nicht genügend Zeit zum Ausschlafen erklären sich durch die Lebenssituation. Bei anderen zeigt sich aber auch die Entspanntheit und Lebenserfahrung von älteren Mitbürgern. So stresst medialer Druck nur die wenigsten, ebenso das Gefühl mit anderen mithalten zu müssen oder sich entscheiden zu müssen. Auffällig und neu ist aber der entspannte Umgang mit dem Medienkonsum von anderen. Beschwerten sich hierüber in der Vergangenheit oftmals die älteren Bürger, zeigen sie sich jetzt deutlich weniger gestresst – sei es durch Akzeptanz, Gewöhnung oder Gleichgültigkeit.

Regenerative Aktivitäten

Von je 100 Befragten nennen als regelmäßige Freizeitaktivität (wenigstens einmal pro Woche):

18-34 Jahre Unterschied in PP Serien/ Filme streamen (z.B. Netflix) 75 +56 YouTube Videos schauen 72 +48 Podcasts/ Hörbücher hören 32 +26 Video-, DVD- oder Blue-Ray-Filme sehen 22 +17 Tagebuch/ Bullet Journal führen 16 +12 65+ Jahre Unterschied in PP Musik hören 94 +16 Kreuzworträtsel oder Sudoku lösen 35 +20 Radio hören 81 +26 Fernsehen 98 +29 Zeitung/ Zeitschriften lesen 65 +39
Daten als Tabelle
Regenerative Aktivitäten — Von je 100 Befragten nennen als regelmäßige Freizeitaktivität (wenigstens einmal pro Woche):
Unterschied in PP18-34 Jahre65+ Jahre
Serien/ Filme streamen (z.B. Netflix)567519
YouTube Videos schauen487224
Podcasts/ Hörbücher hören26326
Video-, DVD- oder Blue-Ray-Filme sehen17225
Tagebuch/ Bullet Journal führen12164
Regenerative Aktivitäten — Von je 100 Befragten nennen als regelmäßige Freizeitaktivität (wenigstens einmal pro Woche):
Unterschied in PP65+ Jahre18-34 Jahre
Musik hören169478
Kreuzworträtsel oder Sudoku lösen203515
Radio hören268155
Fernsehen299869
Zeitung/ Zeitschriften lesen396526
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Es bleibt dabei: in Zeiten einer Pandemie boomen vor allem häusliche Aktivitäten. Durch die sozialen Einschränkungen sowie eine allgemeine Verunsicherung findet Freizeit hauptsächlich in den eigenen vier Wänden statt. Im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie (2019) haben sich die Aktivitäten „Streaming Angebote schauen“, „sich künstlerisch betätigen“ oder „Gesellschaftsspiele spielen“ verdoppelt . Videospiele und Onlineshopping werden sogar dreimal häufiger gemacht. Zudem wird aber auch deutlich öfter spazieren gegangen, im Garten gearbeitet oder Sport getrieben. Deutlich seltener als vor drei Jahren wird dagegen telefoniert, sich mit der Familie oder den Nachbarn getroffen, Zeit im Verein, beim Stammtisch und bei Sportveranstaltungen verbracht sowie für Weiterbildungsangebote genutzt. Den größten Rückgang aller Beschäftigungen lässt sich für die Freizeitaktivität „sich in Ruhe pflegen“ nachweisen.
Durch Homeoffice und geschlossene Angebote sinken der Stresslevel und die körperlichen Anstrengungen in der Freizeit ebenso wie die Notwendigkeit frisch rasiert und frisiert das Haus zu verlassen. Entsprechend seltener pflegen sich die Bürger in Ruhe oder relaxen in der Badewanne – da es schlichtweg nicht nötig ist.

Soziale Aktivitäten

Von je 100 Befragten nennen als regelmäßige Freizeitaktivität (wenigstens einmal pro Woche):

18-34 Jahre Unterschied in PP Smartphone nutzen (nicht telefonieren) 88 +40 Social Media nutzen 81 +38 Freunden zur Seite stehen 53 +34 Außerhäuslich etwas mit Freunden machen 41 +29 Telefonieren von unterwegs 64 +27 65+ Jahre Unterschied in PP Gemeinsame Zeit mit dem Partner verbringen 68 +10 E-Mail lesen/ schreiben 85 +20 Mit Nachbarn treffen/ plaudern 46 +21 Kaffeetrinken/ Kuchen essen 72 +25 Telefonieren von zu Hause 78 +29
Daten als Tabelle
Soziale Aktivitäten — Von je 100 Befragten nennen als regelmäßige Freizeitaktivität (wenigstens einmal pro Woche):
Unterschied in PP18-34 Jahre65+ Jahre
Smartphone nutzen (nicht telefonieren)408848
Social Media nutzen388143
Freunden zur Seite stehen345319
Außerhäuslich etwas mit Freunden machen294112
Telefonieren von unterwegs276437
Soziale Aktivitäten — Von je 100 Befragten nennen als regelmäßige Freizeitaktivität (wenigstens einmal pro Woche):
Unterschied in PP65+ Jahre18-34 Jahre
Gemeinsame Zeit mit dem Partner verbringen106858
E-Mail lesen/ schreiben208565
Mit Nachbarn treffen/ plaudern214625
Kaffeetrinken/ Kuchen essen257247
Telefonieren von zu Hause297849
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Außerhäusliche Aktivitäten

Von je 100 Befragten nennen als regelmäßige Freizeitaktivität (wenigstens einmal pro Woche):

18-34 Jahre Unterschied in PP Fitnessstudio besuchen 27 +20 Sport treiben 56 +17 Mit dem Auto/ Motorrad fahren 40 +17 Mit Tieren beschäftigen 46 +16 In einem Verein aktiv sein 30 +16 Freizeit- / Vergnügungspark besuchen 14 +14 Shopping/ Einkaufsbummel machen 23 +14 Jogging/ Nordic Walking 26 +14 Disco/ Club besuchen 14 +14 65+ Jahre Unterschied in PP Gartenarbeit/ Urban Gardening 39 +16
Daten als Tabelle
Außerhäusliche Aktivitäten — Von je 100 Befragten nennen als regelmäßige Freizeitaktivität (wenigstens einmal pro Woche):
Unterschied in PP18-34 Jahre65+ Jahre
Fitnessstudio besuchen20277
Sport treiben175639
Mit dem Auto/ Motorrad fahren174023
Mit Tieren beschäftigen164630
In einem Verein aktiv sein163015
Freizeit- / Vergnügungspark besuchen14140
Shopping/ Einkaufsbummel machen14239
Jogging/ Nordic Walking142612
Disco/ Club besuchen14140
Außerhäusliche Aktivitäten — Von je 100 Befragten nennen als regelmäßige Freizeitaktivität (wenigstens einmal pro Woche):
Unterschied in PP65+ Jahre18-34 Jahre
Gartenarbeit/ Urban Gardening163923
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Häusliche Aktivitäten

Von je 100 Befragten nennen als regelmäßige Freizeitaktivität (wenigstens einmal pro Woche):

18-34 Jahre Unterschied in PP Videospiele spielen 48 +26 Aufgeschobene Dinge erledigen 32 +22 Videoanrufe tätigen 35 +20 Sport zu Hause treiben 38 +17 Zuhause verschönern/ renovieren 16 +12 An einem virtuellen Event teilnehmen 11 +11 Postkarten oder Briefe schreiben 9 +8 65+ Jahre Unterschied in PP Backen/ kochen 66 +6 Internet nutzen 98 +6
Daten als Tabelle
Häusliche Aktivitäten — Von je 100 Befragten nennen als regelmäßige Freizeitaktivität (wenigstens einmal pro Woche):
Unterschied in PP18-34 Jahre65+ Jahre
Videospiele spielen264822
Aufgeschobene Dinge erledigen223210
Videoanrufe tätigen203515
Sport zu Hause treiben173821
Zuhause verschönern/ renovieren12164
An einem virtuellen Event teilnehmen11110
Postkarten oder Briefe schreiben891
Häusliche Aktivitäten — Von je 100 Befragten nennen als regelmäßige Freizeitaktivität (wenigstens einmal pro Woche):
Unterschied in PP65+ Jahre18-34 Jahre
Backen/ kochen66660
Internet nutzen69892
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