Stress in der Freizeit

Freizeit-Monitor 2022

20. September 2022

Von Zeitmangel bis zur eigenen Lebensplanung

Was in der Freizeit am meisten stresst

Von je 100 Befragten sagen, dass sie sich bei den genannten Freizeitsituationen gestresst fühlen:

Schlange stehen und/oder Gedränge 60 Stau, viel Verkehr 58 Störungen von anderen 57 Zeit mit Menschen, die man nicht mag 56 Nicht genügend Zeit für sich und andere 51 Nicht genügend Zeit zum Ausschlafen 50 Zu hohe Geldausgaben 49 Überall Werbung 49 Lärmbelästigung durch Dritte 47 Langweilige Gesellschaft 43 Verpflichtungen gegenüber anderen 42 Ständige Erreichbarkeit 41 Geschenkeinkäufe 35 Rücksichtnahme auf andere 35 Medienkonsum von anderen 34 Eigene Lebensplanung 34 Dauerberieselung mit Musik 30 Medialer Druck (z.B. Aussehen, Verhalten) 26 Entscheidungsdruck durch Überangebot 18 Gefühl mit anderen mithalten zu müssen 18
Daten als Tabelle
Von Zeitmangel bis zur eigenen Lebensplanung — Was in der Freizeit am meisten stresst — Von je 100 Befragten sagen, dass sie sich bei den genannten Freizeitsituationen gestresst fühlen:
 Schlange stehen und/oder Gedränge60
 Stau, viel Verkehr58
 Störungen von anderen57
 Zeit mit Menschen, die man nicht mag56
Nicht genügend Zeit für sich und andere51
 Nicht genügend Zeit zum Ausschlafen 50
 Zu hohe Geldausgaben 49
 Überall Werbung49
 Lärmbelästigung durch Dritte 47
 Langweilige Gesellschaft 43
 Verpflichtungen gegenüber anderen42
 Ständige Erreichbarkeit 41
 Geschenkeinkäufe35
 Rücksichtnahme auf andere35
 Medienkonsum von anderen  34
 Eigene Lebensplanung 34
 Dauerberieselung mit Musik 30
 Medialer Druck (z.B. Aussehen, Verhalten)26
 Entscheidungsdruck durch Überangebot18
 Gefühl mit anderen mithalten zu müssen 18
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Nichts stresst die Bundesbürger in ihrer Freizeit so sehr, wie Zeit zu vergeuden – sei es beim Schlange stehen oder im Stau. Aber auch Mitmenschen stressen die Deutschen, indem sie einen stören, man die Gesellschaft von Menschen ertragen muss, die man nicht mag, oder einem schlichtweg zu wenig Zeit für sich oder andere bleibt. Gemeinsam ist all diesen Stressfaktoren, dass sie im Zeitvergleich abgenommen haben. Erklärt werden kann dies mit den Auswirkungen der Pandemie. Sie hat zu weniger Kontaktmöglichkeiten, weniger Angeboten und mehr individueller Zeit geführt. Mehr Stress als vor der Pandemie empfinden die Deutschen vor allem durch gefühlte Verpflichtungen, ständige Erreichbarkeit sowie der Werbeflut im Internet, Fernsehen und Alltag. Am meisten gestiegen ist der Stresslevel jedoch bei der eigenen Lebensplanung, sei es in puncto Karriere, Familie oder Selbstverwirklichung.

 

Lebensplanung, Verpflichtungen und ständige Erreichbarkeit

Was die Deutschen heute mehr stresst als früher

Von je 100 Befragten sagen, dass sie sich bei den genannten Freizeitsituationen gestresst fühlen:

Nicht genügend Zeit für sich und andere

2015 Veränderungen in PP Eigene Lebensplanung 22 +12 Verpflichtungen gegenüber anderen 33 +9 Ständige Erreichbarkeit 33 +8 Lärmbelästigung durch Dritte 41 +6 Überall Werbung ausgesetzt zu sein 43 +6 Entscheidungsdruck durch Überangebot 12 +6 Zu hohe Geldausgaben 46 +3 Medialer Druck (z.B. Aussehen, Verhalten) 22 +4 Gefühl, mit anderen mithalten zu müssen 16 +2
Daten als Tabelle
Lebensplanung, Verpflichtungen und ständige Erreichbarkeit — Was die Deutschen heute mehr stresst als früher — Von je 100 Befragten sagen, dass sie sich bei den genannten Freizeitsituationen gestresst fühlen:
Veränderungen in PP20152022
 Eigene Lebensplanung 122234
 Verpflichtungen gegenüber anderen93342
 Ständige Erreichbarkeit 83341
 Lärmbelästigung durch Dritte 64147
 Überall Werbung ausgesetzt zu sein64349
 Entscheidungsdruck durch Überangebot61218
 Zu hohe Geldausgaben 34649
 Medialer Druck (z.B. Aussehen, Verhalten)42226
 Gefühl, mit anderen mithalten zu müssen 21618
Nicht genügend Zeit für sich und andere05151
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Die größten Stress-Steigerung sehen die Bundesbürger derzeit in der eigenen Lebensplanung, im Spannungsfeld zwischen Karriere, Familie und Selbstverwirklichung. Zudem fühlen sie sich gestresst durch Erwartungen von Dritten, scheinbar unbegrenzte Möglichkeiten und durch das Zurückstellen von eigenen Bedürfnissen. Ein Ausstieg aus diesem Hamsterrad ist nicht einfach, weshalb auch die Gefahr von Burnout steigt.

 

Mitmenschen und Zeitnot

Was die Deutschen heute weniger stresst

Von je 100 Befragten sagen, dass sie sich bei den genannten Freizeitsituationen gestresst fühlen:

2015 Veränderungen in PP Zeit mit Menschen, die man nicht mag 73 +17 Stau, viel Verkehr 71 +13 Langweilige Gesellschaft 52 +9 Nicht genügend Zeit zum Ausschlafen 57 +7 Störungen von anderen 63 +6 Medienkonsum von anderen 39 +5 Schlange stehen und/oder Gedränge 65 +5 Dauerberieselung mit Musik 33 +3 Rücksichtnahme auf andere 37 +2 Geschenkeinkäufe 37 +2
Daten als Tabelle
Mitmenschen und Zeitnot — Was die Deutschen heute weniger stresst — Von je 100 Befragten sagen, dass sie sich bei den genannten Freizeitsituationen gestresst fühlen:
Veränderungen in PP20152022
 Zeit mit Menschen, die man nicht mag177356
 Stau, viel Verkehr137158
 Langweilige Gesellschaft 95243
 Nicht genügend Zeit zum Ausschlafen 75750
 Störungen von anderen66357
 Medienkonsum von anderen  53934
 Schlange stehen und/oder Gedränge56560
 Dauerberieselung mit Musik 33330
 Rücksichtnahme auf andere23735
 Geschenkeinkäufe23735
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Corona hat positive Auswirkungen auf unseren Freizeitstress. Weniger Kontaktmöglichkeiten, weniger Angebote und mehr individuelle Zeit verringerten das Stresslevel vieler Bürger.

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