Mediale Aktivitäten
Freizeit-Monitor 2025
5. August 2025
Mediale-Freizeitaktivitäten im 15-Jahresvergleich
On demand gewinnt im Medienbereich
Von je 100 Befragten üben als regelmäßige Freizeitaktivität (wenigstens einmal pro Woche) aus:
* 2010 nicht befragt, Daten aus 2012
Daten als Tabelle
| 2010 | 2025 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Internet | 51 | 98 | +47 |
| Musik hören | 39 | 83 | +44 |
| Social Media* | 30 | 72 | +42 |
| Videospiele spielen | 11 | 34 | +23 |
| Online Shopping | 7 | 25 | +18 |
| Mobil telefonieren | 68 | 58 | -10 |
| Fernsehen | 97 | 83 | -14 |
| Radio hören | 90 | 70 | -20 |
| Telefonieren – von zu Hause aus | 91 | 63 | -28 |
| Zeitung oder Zeitschriften lesen | 79 | 38 | -41 |
Der Wandel der Medienlandschaft: Von der Monokultur zur personalisierten Mischkultur
Prof. Reinhardt: „Man könnte auch sagen, wir versammeln uns nicht mehr ums Lagerfeuer, sondern treffen uns im Livestream.“ Denn es zeigt sich ein deutlicher Rückgang klassischer Leitmedien: Die wöchentliche Nutzung gedruckter Zeitungen und Zeitschriften hat sich seit 2010 von 72 % auf 38 % fast halbiert. Das lineare Fernsehen sank von 97 % auf 83 %, beim Radio ging die Nutzung von 90 % auf 70 % zurück.
Gleichzeitig gibt es eine Zunahme des On-Demand-Prinzips: Die wöchentliche Nutzung von Social Media hat sich seit 2012 mehr als verdoppelt (von 34 % auf 72 %). Streamingdienste nutzen inzwischen 58 %, YouTube 53 %, Podcasts oder Hörbücher 25 %.
Reinhardt: „Der Medienkonsum entwickelt sich vom linearen, programmgesteuerten Modell zu einem personalisierten On-Demand-System. Orts- und zeitunabhängig wird konsumiert, was gerade gefällt.“


