Mediale Aktivitäten
Freizeit-Monitor 2026
25. August 2026
Mediale-Freizeitaktivitäten im Zehnjahresvergleich
KI erobert den Medienalltag
Von je 100 Befragten üben als regelmäßige Freizeitaktivität (wenigstens einmal pro Woche) aus:
Daten als Tabelle
| 2016 | 2026 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Smartphone: spielen, surfen, chatten | 31 | 81 | +50 |
| Musik hören | 52 | 82 | +30 |
| Videospiele spielen | 9 | 33 | +24 |
| Social Media | 48 | 71 | +23 |
| Online Shopping | 8 | 25 | +17 |
| Internet | 81 | 97 | +16 |
| Fernsehen | 97 | 84 | -13 |
| Mobil telefonieren | 80 | 61 | -19 |
| Radio hören | 90 | 70 | -20 |
| Telefonieren – von zu Hause aus | 90 | 64 | -26 |
| Zeitung oder Zeitschriften lesen | 72 | 36 | -36 |
KI erobert den Medienalltag – klassische Leitmedien verlieren weiter
Der Rückgang der klassischen Leitmedien setzt sich fort: Die wöchentliche Nutzung gedruckter Zeitungen und Zeitschriften hat sich binnen zehn Jahren halbiert – von 72 % (2016) auf 36 %. Das lineare Fernsehen ging von 97 % auf 84 % zurück, beim Radio sank die Nutzung von 90 % auf 70 %, beim Festnetztelefon von 90 % auf 64 %, beim mobilen Telefonieren von 80 % auf 61 %.
Die Gewinner desselben Jahrzehnts sind die digitalen On-Demand-Angebote – allen voran das Smartphone: Spielen, Surfen und Chatten auf dem Handy ist von 31 % (2016) auf 81 % gestiegen, ein Plus von 50 Punkten und damit der größte Zuwachs des gesamten Freizeit-Monitors. Musik hören stieg von 52 % auf 82 %, Social Media von 48 % auf 71 %, Videospiele von 9 % auf 33 %, Onlineshopping von 8 % auf 25 %. Das Internet ist mit 97 % (2016: 81 %) endgültig Standard. In der 40-jährigen Langzeitreihe wird der Umbruch noch deutlicher: 1986 lasen 62 % der Befragten wöchentlich Zeitung oder Illustrierte, 2004 waren es mit 86 % so viele wie nie – heute sind es 36 %.
Und ein neuer Akteur betritt die Bühne: Künstliche Intelligenz nutzen bereits 42 % der Bundesbürger mindestens einmal pro Woche privat – nur vier Jahre nach dem Start der ersten frei verfügbaren KI-Chatbots. Streamingdienste nutzen 57 %, YouTube 54 %, Podcasts oder Hörbücher 27 %.


