Wöchentlich, monatlich, jährlich: Die drei Rhythmen der Freizeit
Freizeit-Monitor 2026
25. August 2026
Was die Deutschen wöchentlich, monatlich und jährlich tun
Nicht jede Freizeitaktivität gehört in die Woche. Manches tun wir täglich, anderes einmal im Monat, wieder anderes ist ein Ereignis, das ein paarmal im Jahr stattfindet. Der Freizeit-Monitor 2026 ordnet die erhobenen Freizeitaktivitäten deshalb in drei Rhythmen: wöchentlich sind Aktivitäten, die mindestens die Hälfte der Bevölkerung wenigstens einmal pro Woche ausübt; monatlich jene, die zwar seltener als bei jedem Zweiten in der Woche, aber bei mindestens jedem Fünften im Monat vorkommen; jährlich alles, was weniger als 20 % monatlich, aber im Laufe eines Jahres tun. Von den 98 Freizeitaktivitäten des Jahres 2026 fallen 24 in den Wochen-, 50 in den Monats- und 24 in den Jahresrhythmus.
Der Wochenrhythmus: Was die Mehrheit regelmäßig tut
Der digitale Alltag dominiert
Von je 100 Befragten üben wenigstens einmal pro Woche aus (Top 15 der Aktivitäten mit ≥ 50 % wöchentlich):
Daten als Tabelle
| Internet nutzen | 97 |
| Fernsehen | 84 |
| Musik hören | 82 |
| Smartphone: spielen, surfen, chatten | 81 |
| Private E-Mails | 81 |
| PC, Laptop oder Tablet | 76 |
| Social Media nutzen | 71 |
| Seinen Gedanken nachgehen | 70 |
| Radio hören | 70 |
| Über wichtige Dinge reden | 69 |
| Backen oder kochen | 68 |
| Telefonieren von zu Hause | 64 |
| Zeit mit Partner/in | 64 |
| Faulenzen, Nichtstun, chillen | 62 |
| Mit dem Smartphone oder Handy unte… | 61 |
Der Wochenrhythmus: Der digitale Alltag dominiert
An der Spitze des Wochenrhythmus steht das Internet mit 97 %, gefolgt von Fernsehen (84 %), Musik hören (82 %), dem Smartphone (81 %) und den privaten E-Mails (81 %). Die klassischen Medien halten sich in der wöchentlichen Routine – Radio bei 70 %, das Fernsehen trotz allen Wandels auf Rang 2 –, dazu kommen die stillen Konstanten des Alltags: seinen Gedanken nachgehen (70 %), über wichtige Dinge reden (69 %), Backen oder Kochen (68 %) und die gemeinsame Zeit mit dem Partner (64 %).
Der Monatsrhythmus: Das Regelmäßige, aber nicht Alltägliche
Freunde, Familie, Essen gehen – und neu: KI
Von je 100 Befragten üben wenigstens einmal pro Monat aus (Top 15 der Aktivitäten unter 50 % wöchentlich, aber ≥ 20 % monatlich):
Daten als Tabelle
| Spontan tun, wozu man Lust hat | 80 |
| Onlineshopping | 78 |
| Freunden mit Rat und Tat helfen | 64 |
| In Ruhe pflegen / Badewanne | 63 |
| Sich mit der Familie treffen | 63 |
| Mit Nachbarn treffen oder plaudern | 61 |
| KI privat nutzen | 60 |
| Freunde zu Hause treffen | 59 |
| Erotik, Sex | 59 |
| Mit Freunden etwas unternehmen | 58 |
| Essen gehen / Restaurant besuchen | 56 |
| Zeitung / Zeitschriften lesen | 54 |
| Aufgeschobene Dinge erledigen | 53 |
| Gartenarbeit oder Urban Gardening | 52 |
| Buch lesen | 52 |
Der Monatsrhythmus: Freunde, Familie, Essen gehen – und ein neuer Gast namens KI
Der Monatsrhythmus ist die größte Gruppe – hier lebt das Regelmäßige, das nicht alltäglich ist. Ganz oben steht mit 80 % das spontane Tun, wozu man gerade Lust hat (bei den 18- bis 34-Jährigen 88 %), gefolgt vom Onlineshopping (78 %) und der Hilfe für Freunde mit Rat und Tat (64 %). Die sozialen Kontakte sind der Kern dieses Rhythmus: Familie treffen (63 %), Nachbarn (61 %), Freunde zu Hause (59 %) oder außer Haus (58 %). Und mittendrin ein Neuling: 60 % nutzen mindestens monatlich Künstliche Intelligenz – 83 % der 18- bis 34-Jährigen, 41 % der 55- bis 74-Jährigen. Auch die Zeitung findet hier ihren Platz: 54 % lesen mindestens monatlich Zeitung oder Zeitschrift – bei den Jüngeren 40 %, bei den Älteren 65 %.
Der Jahresrhythmus: Die besonderen Anlässe
Feste, Ausflüge, Kultur
Von je 100 Befragten üben wenigstens einmal im Jahr aus (Top 15 der Aktivitäten unter 20 % monatlich):
Daten als Tabelle
| Private Feste / Partys | 69 |
| Wochenendfahrt (mit Übernachtung) | 61 |
| Volksfest / Kirmes / Jahrmarkt | 60 |
| Ins Kino gehen | 57 |
| Flohmarkt / Antikmarkt | 48 |
| Wellnessangebote nutzen | 47 |
| Erlebnis- / Spaßbad | 46 |
| Museum / Kunstausstellung | 45 |
| In einen Zoo oder Tierpark gehen | 44 |
| Rock-/Pop-Konzerte, Festivals | 42 |
| Freizeit- / Vergnügungspark | 40 |
| Postkarten oder Briefe schreiben | 36 |
| Handarbeiten | 33 |
| Theater, Oper, Klassik, Ballett | 32 |
| Gottesdienst / Gotteshaus besuchen | 26 |
Der Jahresrhythmus: Die besonderen Anlässe
Was ein paarmal im Jahr stattfindet, ist deshalb nicht weniger wichtig – es sind die Höhepunkte: Private Feste und Partys feiern 69 % wenigstens einmal im Jahr, 61 % unternehmen eine Wochenendfahrt, 60 % besuchen ein Volksfest, 57 % gehen ins Kino. Es folgen Flohmärkte (48 %), Wellness (47 %), das Erlebnisbad (46 %), Museen (45 %), Zoos (44 %), Konzerte und Festivals (42 %) und der Freizeitpark (40 %). Auffällig ist hier der Altersunterschied: Fast alle Jahres-Aktivitäten werden von den Jüngeren deutlich häufiger genannt – ins Kino gehen etwa 79 % der 18- bis 34-Jährigen, aber 38 % der 55- bis 74-Jährigen.


