Außerhäusliche Aktivitäten

Freizeit-Monitor 2025

5. August 2025

Außerhaus-Freizeitaktivitäten im 15-Jahresvergleich

Auf Achse statt am Tresen

Von je 100 Befragten üben als regelmäßige Freizeitaktivität (wenigstens einmal pro Monat) aus:

2010 2025 Veränderung +13 Tagesausflug machen 25 38 +8 Essen gehen 45 53 +6 Wochenendfahrt 6 12 +6 Auf Flohmarkt gehen 10 16 +6 Ehrenamtliches Engagement 18 24 -4 Gottesdienst / Kirche besuchen 16 12 -6 Zum Stammtisch gehen 21 15 -8 Einkaufsbummel machen 56 48 -9 Gartenarbeit / Urban Gardening 42 33 -14 In die Kneipe gehen 38 24
Repräsentativbefragung von 3.000 Personen. ab 18 J. in Deutschland,
Juni/ Juli 2025 www.stiftungfuerzukunftsfragen.de
Daten als Tabelle
Außerhaus-Freizeitaktivitäten im 15-Jahresvergleich — Von je 100 Befragten üben als regelmäßige Freizeitaktivität (wenigstens einmal pro Monat) aus:
20102025Veränderung
Tagesausflug machen2538+13
Essen gehen4553+8
Wochenendfahrt 612+6
Auf Flohmarkt gehen1016+6
Ehrenamtliches Engagement1824+6
Gottesdienst / Kirche besuchen 1612-4
Zum Stammtisch gehen2115-6
Einkaufsbummel machen5648-8
Gartenarbeit / Urban Gardening4233-9
In die Kneipe gehen3824-14
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Auf Achse statt am Tresen

Der Freizeittrend verlagert sich: Weg vom Stammtisch, rein ins Erlebnis. Immer mehr Bürger nutzen ihre Freizeit für bewusst geplante, aktivierende Unternehmungen außerhalb der eigenen vier Wände – allerdings mit veränderten Schwerpunkten.

Besonders gefragt sind Tagesausflüge: 38 % der Deutschen unternehmen mindestens einmal pro Monat eine kleine Flucht aus dem Alltag – 13 Prozentpunkte mehr als noch 2010. Auch Restaurantbesuche (53 %, +8) und Wochenendfahrten (12 %, +6) legen zu. Selbst Aktivitäten wie Flohmärkte besuchen (+6) oder ehrenamtliches Engagement (+6) gewinnen an Bedeutung.

Dagegen verlieren tradierte Formen der Geselligkeit deutlich an Relevanz: Nur noch 24 % gehen mindestens monatlich in die Kneipe – ein Rückgang um 14 Prozentpunkte. Auch der Einkaufsbummel (48 %, –8) und der Stammtischbesuch (15 %, –6) werden seltener gepflegt. Selbst Gartenarbeit und Urban Gardening, lange als postmaterieller Gegenpol zur Schnelllebigkeit gefeiert, verlieren spürbar an Zuspruch (33 %, –9).

Prof. Reinhardt: „Die Bürger wollen raus – aber nicht mehr einfach irgendwohin. Statt an den Tresen zieht es sie an den See, ins Restaurant oder in neue Mikroabenteuer. Geselligkeit ja, aber mit Programm, Sinn oder Genuss.“

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